Namibia

Oshipeto (Namibia)

Was und Wo?

Oshipeto ist ein kleines Dorf im zentralen Norden Namibias, ungefähr 100 km entfernt von der angolanischen Grenze. Etwas außerhalb von dem Dorf liegt das gleichnamige Projekt, eine römisch-katholische Schwestern-Missionsstation.

Die Missionsschwestern stehen
einem Internat (Hostel) über, das ungefähr 200 Kinder aus normal situierten Familien während der Schulzeit betreut, sie also beherbergt und verpflegt. Die Kinder zwischen 6 und 20 Jahren besuchen entweder den in das Missionsgelände integrierten Kindergarten (im Moment geschlossen , weil Lehrkräfte fehlen), die private Grundschule (Grade 0 up to 7) oder die zwei Kilometer entfernte staatliche “Oshipeto Combined School“.

Das Missionsgelände ist eine riesige Fläche, von der aber nur zwei Hektar, durch Zäune eingegrenzt, bewohnt werden. Auf dieser Fläche befinden sich ein Gästehaus, ein Schwesternhaus, jeweils ein"Boys-" und "Girlshostel", eine große Halle, Vorratsräume, ein Kindergarten, eine Grundschule, ein Bolzplatz und eine Kirche. Dazu gibt es noch ein großes Feld, das in der Regenzeit von den Schwestern und den Kindern kultiviert wird. Der Boden ist sandig und die Umgebung von meist trockenen Sträuchern und Bäumen geprägt. Zäune unterteilen Oshipeto in einzelne Abschnitte, damit die tagsüber frei herumlaufenden Esel, Schweine, Hühner, Ziegen und Hunde nicht willkürlichen umherirren können.

Obwohl Oshipeto recht abgelegen im namibischen Busch liegt, gibt es meistens Strom und fließend Wasser. Allerdings kann es speziell in der Regenzeit zu Ausfällen kommen, woran man sich aber schnell gewöhnt. Abends helfen dann Kerzen in der Dunkelheit

Auch wenn Oshipeto mitten im Nichts liegt, hat man zahlreiche Wohnstätten in seiner Nachbarschaft. Das nächste kleinere Dorf (Okashia) ist ca. 6 km entfernt. Das nächst größere Dorf Tsandi liegt 30 km entfernt und führt ein Postamt, einen Supermarkt, ein Kleidergeschäft und natürlich viele Bars. Von hier kommt man problemlos ins 60 km entfernte Outapi, wo es große Supermärkte, vielerlei Geschäfte und einen traditionellen Markt gibt.

Was gibt’s zu tun?

Die Schwestern in Oshipeto sind generell sehr nachsichtig mit den Freiwilligen und stets darum besorgt, dass man nicht zu viel in der Sonne ist und seine Kräfte schont.
Das
Hauptaufgabenfeld der Freiwilligen ist die Mithilfe in der seit 2012 bestehenden Grundschule sowie im Kindergarten, beispielsweise in den Fächern Art (Kunst, Musik, Theater, Tanzen), Physical Education und German.
Spontanität gehört zum Alltag. Und so kann es schonmal vorkommen, dass eine der Schwestern einen Tag unterwegs ist und ein ganzer Schultag von euch gemeistert werden muss.

Eigeninitiative ist das A und O in Oshipeto!

Ihr könnt gut mit (Klein-) Kindern? Dann stürzt euch auf die Grundschule oder helft bei den Hausaufgaben. Ihr seid handwerklich begabt? Dann repariert die Anlagen, Zäune, Dächer, Fenster, Türen (…). Es gibt immer irgendetwas kaputtes in Oshipeto!
Arbeit ist genug da, aber von euch muss die Initiative und die Motivation kommen, Dinge zu sehen und anzupacken. Wenn von euch allerdings nichts kommt, werden die Schwestern sich bald damit abgefunden haben und ihr verbringt u. U. eine langweilige Zeit in Namibia…

Man kann in Oshipeto das langweiligste Jahr seines Lebens verbringen, weil man sich vom Nichtstun hat verführen lassen. Man kann aber auch das aufregendste Jahr seines Lebens in Oshipeto verbringen, mit kontrastreichen Erfahrungen und jeder Menge unglaublich aufgeschlossenen und fröhlichen Kindern. Das liegt ganz bei einem selbst.

Oshipeto: Das Richtige fĂĽr mich?

Um in Oshipeto ein unvergessliches Jahr im positiven Sinne zu erleben, sollte man vor allem Motivation, Nachsicht und Ausdauer mitbringen. Namibia ist als kleine Schwester von Süd-Afrika ein relativ entwickeltes Land Afrikas. Wobei der Norden nicht annähernd so weit vorangeschritten ist, wie die Region um die Hauptstadt Windhoek und die Küstenregion.

Bei der Frage: ”Oshipeto: ja oder nein?”, geht es vor allem um die eigenen Interessen und Stärken: Kann ich gut mit (vielen) Kindern und Jugendlichen umgehen? Fühle ich mich bereit eine Grundschulklasse selbstständig auf Englisch zu unterrichten? Bin ich flexibel und gewappnet, Planänderungen und Unvorhersehbarkeiten zu meistern (oder manchmal auch zu ertragen)? Kann ich mir vorstellen einen guten Teil des Jahres recht abgeschieden im Busch zu verbringen? Sagt mir der religiöse Kontext zu?

All das sind Fragen, mit denen ihr euch im Vorhinein ehrlich auseinander setzen mĂĽsst. Die Schwestern und vor allem die Kinder jedenfalls freuen sich auf euch!

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