Madagaskar

Die Katholische Landvolkbewegung (KLB) im Erzbistum Paderborn unterh√§lt verschiedene Einsatzstellen in Madagaskar, die im Wesentlichen auf pers√∂nlichen Kontakten beruhen. So waren schon mehrere junge Leute aus Madagaskar f√ľr ein Jahr als MaZ (MissionarIn auf Zeit) in Deutschland und freuen sich √ľber Freiwillige, die jetzt zu ihnen kommen. Die Landessprache ist Madagassisch (weitere Amtssprache Franz√∂sisch; Englisch wird nur von ganz wenigen gesprochen). Das hei√üt, du solltest gut Franz√∂sisch sprechen und bereit sein, Madagassisch zu lernen.

Es gibt zwei Stellen in Madagaskar, in denen Freiwillige eingesetzt werden. Eine weitere Stelle in Antsirabe (Hochland von Madagaskar) und eine in Antsiranana (Norden von Madagaskar) sind in Planung.

Projekt ‚ÄěSantatra‚Äú Farafangana, Ostk√ľste von Madagaskar

‚ÄěSantatra‚Äú (zu Deutsch: ‚Äědas erste Kind‚Äú) ist eine Organisation, die im April 2016 nach der Aufl√∂sung des Projekts ‚ÄěGr√ľne Di√∂zese‚Äú gegr√ľndet wurde.  Die beiden Begr√ľnder sind Richard und Tafita (Tafita war 2010/2011 als MaZ auf dem Jugendbauernhof in Hardehausen). Zusammen mit drei weiteren Mitarbeitern setzen sie sich f√ľr die Regeneration der Natur in der n√§heren Umgebung, sprich in Farafangana und den umliegenden D√∂rfern ein. Hierf√ľr gr√ľnden die Mitarbeiter Bauerngruppen in verschiedenen D√∂rfern, verbreiten verbesserte Anbautechniken, betreiben mehrere Baumschulen und versuchen ein Bewusstsein f√ľr das √Ėkosystem in der Region zu schaffen. Erg√§nzend werden energiesparende Kocher verkauft und Spar- und Kreditgruppen gegr√ľndet.

Als Freiwillige/r arbeitest du bei den Pflanzaktionen und in den Baumschulen mit und kannst weitere Ideen einbringen und vor allen Dingen, die Arbeit in Deutschland und in Madagaskar bekannter machen. Du solltest k√∂rperlich fit sein und dich nicht vor Handarbeit scheuen. Eine nette madagassische Gastfamilie gibt es inklusive, da du bei Tafita und seiner Familie wohnen w√ľrdest. Dort lebst du sehr ‚Äěnaturnah‚Äú, d.h. du solltest keine Angst vor Tieren haben und dich darauf einstellen, dass du nicht allzu viel Privatsph√§re hast. In Farafangana gibt es relativ schlechten Internetzanschluss. Bis zur Hauptstadt Tana sind es zwei Tagesreisen im Buschtaxi.

Als Freiwillige/r arbeitest du bei den Pflanzaktionen und in den Baumschulen mit und kannst weitere Ideen einbringen und vor allen Dingen, die Arbeit in Deutschland und in Madagaskar bekannter machen. Du solltest körperlich fit sein und dich nicht vor Handarbeit scheuen.

Collège Anne Marie Javouhey in Ambalavao, Hochland von Madagaskar

Im Coll√®ge und Lyc√©e der Soeurs de St. Joseph de Cluny werden rund 1000 Kinder und Jugendliche im Alter von 1 bis 26 Jahren von der Maternelle bis zum Abitur unterrichtet. In den Klassen Seconde und Premi√®re (sozusagen 10. und 11. Klasse) unterrichtest du Deutsch als Fremdsprache. Dar√ľber hinaus kannst du dich bei au√üerschulischen Aktivit√§ten einbringen (Musik, Sport, Garten, Umweltschutz, Pfadfinder). In der nahegelegenen Pfarrgemeinde besteht die M√∂glichkeit, Kontakte zu kn√ľpfen und sich zu engagieren. Die Schwestern freuen sich, wenn du an ihrem religi√∂sen Leben (Gebetszeiten, Messen) teilnimmst. Untergebracht bist du praktischerweise direkt auf dem Schulgel√§nde. Du solltest Spa√ü am Umgang mit Kindern und Jugendlichen haben und gerne unterrichten.

 

 

Allgemeine Infos:

Arbeit ist in allen Projekten genug da, aber von dir m√ľssen die Initiative und die Motivation kommen, Dinge zu sehen und anzupacken. Wenn von dir allerdings nichts kommt, werden die Leute in Madagaskar sich bald damit abgefunden haben und du verbringst u. U. eine langweilige Zeit. Man kann in Madagaskar das langweiligste Jahr seines Lebens verbringen, weil man sich vom Nichtstun hat verf√ľhren lassen. Man kann aber auch das aufregendste Jahr seines Lebens verbringen, mit kontrastreichen Erfahrungen und jeder Menge unglaublich aufgeschlossenen und fr√∂hlichen Menschen. Das liegt ganz bei einem selbst. Um ein unvergessliches Jahr im positiven Sinne zu erleben, sollte man vor allem Motivation, Nachsicht und Ausdauer mitbringen.

Bei der Frage: ‚ÄĚMadagaskar: ja oder nein?‚ÄĚ geht es vor allem um die eigenen Interessen und St√§rken. Bin ich flexibel und gewappnet, Plan√§nderungen und Unvorhersehbarkeiten zu meistern (oder manchmal auch: zu ertragen)? Kann ich mir vorstellen einen guten Teil des Jahres ohne einige Annehmlichkeiten zu verbringen? Wie gehe ich mit gro√üer Armut um (die meisten Menschen haben weniger als einen Euro pro Tag zur Verf√ľgung)?

All das sind Fragen, mit denen du dich im Vorhinein ehrlich auseinandersetzen musst.

Weitere Informationen zu Madagaskar, vor allem zum Projekt ‚ÄěSantatra‚Äú, findest du unter www.tafita.wordpress.com  

 

Ansprechpartner/Kontakt

mundus Eine Welt e.V.
Leostraße 21
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