Cajamarca / Peru

Grundkenntnisse in Spanisch erforderlich.

MANTHOC:           Der Name der aufnehmenden Organisation vor Ort ist MANTHOC. Das steht fĂŒr „movimiento de adolescentes y niños trabajadores, hijos de obreros cristianos“ und heißt so viel wie „Bewegung der arbeitenden Kinder und Jugendlichen, Söhne und Töchter christlicher Arbeiter“. Die Bewegung ist peruweit vertreten und international vernetzt, zum Beispiel mit Amnesty International.
Der Grundbaustein einer MANTHOC-Basis sind Gruppenstunden, in denen die arbeitenden Kinder Anschluss und UnterstĂŒtzung bei schulischen oder familiĂ€ren Problemen finden. In Cajamarca, dem Einsatzort des mundus-Freiwilligen, unterhĂ€lt MANTHOC daneben ein Hostel und eine Grundschule.

Die Schule:          Die Hauptaufgaben der Freiwilligen liegen in der Schule „JesĂșs Trabajador“. Diese richtet sich besonders an finanziell schwache Familien und arbeitende Kinder. Durch Spenden aus Deutschland wird ermöglicht, dass sie weniger zahlen mĂŒssen als fĂŒr staatliche Schulen, und so ĂŒberhaupt erst zur Schule gehen können. Die Schule ist eine 6 – jĂ€hrige Grundschule. Außerdem verfĂŒgt die Schule ĂŒber eine BĂ€ckerei, eine Schreinerei, eine kleine Meerschweinchenzucht (Achtung: zum Verzehr) und einen kleinen Garten. So wird versucht, den Unterricht praktischer zu gestalten. Außerdem erhalten die Kinder UnterstĂŒtzung in Gesundheits- und Familienangelegenheiten und haben die Möglichkeit, in der Schule zu frĂŒhstĂŒcken und Mittag zu essen.

Die Freiwilligen: Neben dem mundus-Freiwilligen sind in der Regel zwei Freiwillige aus dem Bistum Speyer vor Ort. Diese drei wohnen gemeinsam in einer sehr gut ausgestatteten Wohnung in der oberen Etage des Hostels. Es sind aber meist noch mehr internationale Helfer vor Ort.

                               Gemeinsam wird fĂŒnf Tage wöchentlich in der Schule gearbeitet. Dabei ist ein Freiwilliger fĂŒr KĂŒche und EinkĂ€ufe zustĂ€ndig und einer hilft in der BĂ€ckerei. Außerdem ist es möglich, Nachhilfe parallel zum Unterricht zu geben oder Fachunterricht wie etwa Sport, Englisch oder Computerunterricht anzubieten. Auch fĂŒr Begleitung bei Arztbesuchen und medizinische UnterstĂŒtzung wird ein Verantwortlicher benötigt.

                                Jeder Freiwillige unterstĂŒtzt zudem eine Gruppenstunde der MANTHOC-Bewegung, auch in Dörfern des Umlands,  von denen die meisten samstags liegen. Anwesenheit ist auch in verschiedenen regelmĂ€ĂŸigen Treffen erwĂŒnscht, die mehrfach wöchentlich stattfinden.

                                Jedem ist es freigestellt, wie weit er in seine Arbeit eintaucht und sich vielleicht zusĂ€tzlich in der Bewegung engagiert, die unter anderem auch politisch tĂ€tig ist und viel Interessantes zu bieten hat. Insgesamt bietet diese Stelle viele verschiedene Möglichkeiten, sodass man einen tiefen Einblick in Peru als Land, seine Struktur, Kultur und Lebensweise erhalten kann. FĂŒr einen schnellen Einstieg ist es daher wichtig, schon vor Ausreise die Grundlagen des Spanischen zu beherrschen.

Die Lage:             Cajamarca liegt in den nördlichen Anden auf 2 700 Höhenmetern. Es bietet eine spektakulĂ€re Lage in einer wunderschönen (auch touristischen) Umgebung. Die Stadt ist mit allem ausgestattet, was das Herz eines Freiwilligen begehrt: traditionelles Leben und MĂ€rkte, Inka- und Kolonialkultur, aber auch Ausflugsziele und MobilitĂ€t, Einkaufscenter und sogar einige Clubs.
Peru als Land der Wunder spricht fĂŒr sich: Aufgeteilt in KĂŒstenwĂŒste, Anden und Regenwald punktet es mit seiner vielfĂ€ltigen Kultur, die aus PrĂ€inka-, Inka- und Kolonialzeiten erwachsen ist. Das lĂ€sst sich wunderbar an vielen touristischen Attraktionen nachvollziehen – vor allem im eher touristischen SĂŒden des Landes, angefangen bei Machu Picchu. Es bietet sich an, auch die umliegenden LĂ€nder zu erkunden (besonders Ecuador und Bolivien), dafĂŒr bleibt aber aufgrund der beschrĂ€nkten Urlaubstage wenig Zeit.

Kontakt:                Der Kontakt zur jetzigen mundus-Stelle in Peru wurde schon vor ca. 20 Jahren im Rahmen der noch lĂ€nger bestehenden Gemeindepartnerschaft vom Peru-Kreis der Kath. Gemeinde Sankt Martin in Dortmund aufgebaut. Als Freiwilliger wird man von dieser Gemeinde entsandt, berichtet ihr von der aktuellen Situation vor Ort und sollte bereit sein, sich auch vor und nach dem Aufenthalt in Peru bei entsprechenden Treffen zu engagieren.