Einsatzstellen im S├╝den Afrikas: Sambia

Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) im Erzbistum Paderborn arbeitet seit Mitte der 1990er Jahre eng mit der CARYM (catholic agriculture rural youth movement) im Nordosten Sambias zusammen. In vielen Begegnungen in Deutschland und Sambia wurden enge Verbindungen und Freundschaften gekn├╝pft.

In der Vergangenheit sind viele Freiwillige "unorganisiert" in Sambia im Einsatz gewesen. Seit 2009 entsendet die KLJB ├╝ber den mundus Eine Welt e.V. Freiwillige nach Sambia. Aktuell gibt es vier Stellen, in denen Freiwillige eingesetzt werden.

Drei der Einsatzstellen sind in Kasama, einer Kleinstadt im Norden Sambias. Eine Einsatzstelle ist im ├Ąu├čersten Norden, der Kleinstadt Mpulungu am Lake Tanganyika.

Tetekela Day Care Center (f├╝r 2 weibliche Freiwillige)

Das Center befindet sich ebenfalls etwas au├čerhalb des Kerns der Stadt Kasama Kasama, welche, wie bereits angedeutet, gleichzeitig Provinzhauptstadt und Name der Di├Âzese der Region ist. Im Tetekela werden ausschlie├člich weibliche Freiwillige eingesetzt, denn die Freiwilligen leben auf dem Convent-Gel├Ąnde der Ordensschwestern Sisters of Child Jesus. Ein bisschen abseits des Hauptgeb├Ąudes befindet sich eine separate Wohnung, in der die Freiwilligen wohnen. Das Tetekela Day Care Center befindet sich auf dem gleichen Gel├Ąnde. Das Center umfasst eine Schule f├╝r Kinder aus sozial-schw├Ącheren Familien und eine Tageseinrichtung, die vergleichbar mit einem Kinder- und Jugendcenter ist. Insgesamt kommen etwa 60 Kinder regelm├Ą├čig in die Einrichtung. Urspr├╝nglich diente die Einrichtung v.a. dazu, Kinder in einem Zeitraum von etwa 1-2 Jahren auf den regul├Ąren Schulbesuch einer staatlichen Schule vorzubereiten, welchen die Schwestern f├╝r die Kinder finanzieren. Der Stellenwert der Schule jedoch w├Ąchst, sodass dieser Arbeitsbereich ebenfalls Aufgaben f├╝r die Mitarbeit bereith├Ąlt. Neben der Hilfestellung im Unterricht k├Ânnen die Freiwilligen bei der Gestaltung von Aktivit├Ąten zum spielerischen Erlernen der Zahlen, Buchstaben usw. sowie der Bereitstellung von Bewegungsangeboten (Sport) aushelfen, kreative und musische Angebote auf die Beine stellen oder beispielsweise Themen aus dem Jahr (wie z.B. Ostern, Weihnachten, Erntedank usw.) aufgreifen und gemeinsam mit den Kindern aufarbeiten. Insgesamt leben hier 3 Schwestern mit den Freiwilligen in dem Convent zusammen. Immer wieder kommt es vor, dass Schwestern versetzt werden und neue Schwestern in die Gemeinschaft kommen und in dem Convent leben. Au├čerhalb des Tetekelas liegen einige weitere Einrichtungen f├╝r Kinder und Jugendliche in erreichbarer N├Ąhe. Vom Tetekela bis in die Stadt sind es ca. 30-40 Gehminuten, die ├╝ber Superm├Ąrkte, kulturelle Angebote usw. verf├╝gt. Das Leben im Convent ist an einige Regeln und Voraussetzungen gebunden. Der Kleidungsstil sollte nicht freiz├╝gig sein, dem christlichen Leben in der Gemeinschaft gegen├╝ber offen sein und sich dar├╝ber hinaus an verabredete Ausgehzeiten halten.

Mapalo Day Care Center (f├╝r 1 Freiwillige, Mann oder Frau)

Das Mapalo Day Care Center ist ein Tageszentrum f├╝r M├╝tter mit Kindern mit einer Behinderung. Daran angrenzend befindet sich eine Schule, die ebenfalls dem Tr├Ąger der Einrichtung geh├Ârt. Das Mapalo Day Care Center liegt in unmittelbarer N├Ąhe zum Tetekela sowie zu den o.g. Schulen in der  Provinzhauptstadt Kasama. Die Stelle besteht aus zwei Arbeitsbereichen, die sich folgenderma├čen aufteilen lassen: zum einen z├Ąhlt die Mitarbeit im Tageszentrum, das etwa zweimal pro Woche ge├Âffnet hat und zum anderen die Mitarbeit in der Schule zu den Aufgaben der oder des Freiwilligen. Im Tageszentrum k├Ânnte eine Aufgabe darin bestehen, leichte Bewegungsangebote oder kreative / spielerische Angebote (je nach Grad der Behinderung) f├╝r die Kinder bereitzustellen und durchzuf├╝hren. Des Weiteren k├Ânnen auch Betreuungsaufgaben anfallen, die nicht nur auf die Kinder, sondern auch auf die M├╝tter abzielen. Hier geht es oftmals v.a. darum, den M├╝ttern und ihren Kindern eine gesch├╝tzte Atmosph├Ąre zu schaffen und Verst├Ąndnis und Empathie zu vermitteln. Behinderungen sind in Sambia zwar kein grunds├Ątzliches Tabu-Thema, aber die M├Âglichkeiten der F├Ârderung und der Grad der Unterst├╝tzung sind sehr gering. Entsprechend ist es hochbedeutend, dass mit der Einrichtung Personen zug├Ąnglich sind, die sich intensiv mit den Kindern und ggf. den M├╝ttern besch├Ąftigen. Der zweite Bereich umfasst die Unterst├╝tzung des Unterrichts in der Schule, die durch Hilfestellung, ├ťberpr├╝fung von Aufgaben, sowie die Unterst├╝tzung einzelner Sch├╝ler und Sch├╝lerinnen im Rahmen des Unterrichts beschreiben l├Ąsst. Die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler haben keine Behinderung. Je nach Interesse k├Ânnen zus├Ątzlich Unterrichtseinheiten auch selbst gestaltet und gef├╝llt werden. Ein weiterer Bestandteil ist die Betreuung der Sch├╝ler in den Pausen einhergehend mit der Schaffung von Angeboten (Spiel, Sport, Spa├č). Die Freiwilligen leben in einer Gastfamilie. Die Stelle ist neu und wird zum ersten Mal besetzt. In den vergangenen Jahren haben aber bereits einige Freiwilligen tempor├Ąr in der Einrichtung gearbeitet.

Kasama International School (f├╝r 1 weibliche Freiwillige)

Am Stadtrand Kasamas gelegen, grenzt die Schule an zahlreichen kleineren, umliegende Gemeinden an. Kasama ist nicht nur Provinzhauptstadt, sondern auch der Name der Di├Âzese dieser Region. Anders als die staatlichen Schulen in Sambia, die oftmals sehr einfach ausgestattet sind, ist die KIS eine Privat-Schule mit angeschlossenem Bording-House. Das Bording-House direkt auf dem Gel├Ąnde der Schule bietet nicht nur den Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern und der Schulleitung sondern auch einigen Angestellten und schlie├člich der Freiwilligen einen Wohnraum. Die Freiwillige vor Ort hat die Aufgabe der Mitarbeit und Hilfestellung im Unterricht, die Gestaltung und Bereitstellung von Freizeitaktivit├Ąten im Nachmittagsbereich (Workshops, Spiele, Bastelaktivit├Ąten, usw.) sowie die Unterst├╝tzung bei Alltagsaufgaben und T├Ątigkeiten im Boarding-Haus (Begleitung der Kinder beim Waschen, Anziehen, Schulsachen packen, Hausaufgabenbetreuung, etc.). Bis zur Innenstadt sind es zu Fu├č etwa 20 min, mit dem Fahrrad 10-15 min und mit ├Âfftl. Verkehrsmitteln entsprechend schneller. Die Schulleiterin selbst ist Franz├Âsin, die bereits seit vielen Jahren in Sambia lebt. Dadurch, dass die Freiwillige direkt in der Einrichtung lebt, liegen die Herausforderungen der Stelle in der Gestaltung eines angemessenen Verh├Ąltnisses von Arbeit, Freizeit und Privatsph├Ąre sowie einer hohen Kommunikationsbereitschaft diesbez├╝glich.

Stella Maris Convent School, Mpulungu, Sambia (f├╝r 2 Freiwillige)

Mpulungu liegt im hohen Norden Sambias an der Grenze zu Tansania. Die Stadt geh├Ârt zur Northern Provinz und befindet sich direkt an einem See. Der Alltag der Freiwilligen dort spielt sich in der Stella Maris School, im Kindergarten sowie in dem Ordenshaus, das gleichzeitig Unterkunft der Freiwilligen ist, ab. Mpulungu liegt in einer l├Ąndlichen Gegend und befindet sich ca. 6 Autostunden von Kasama entfernt. Der landschaftliche Charme Sambias ist hier im Vergleich zu den Stellen in Kasama deutlicher zu sp├╝ren. Die T├Ątigkeiten in der Schule lassen durch unterst├╝tzende T├Ątigkeiten im Rahmen der Unterrichtsgestaltung, dem Korrigieren von Aufgaben, Unterst├╝tzung im Sekretariat und der Bereitstellung von Angeboten in den Pausen zwischen den Unterrichtseinheiten beschreiben. ├ähnliches gilt f├╝r die Mitarbeit im Kindergarten, in dem ├╝ber spielerische Angebote und Bewegungsangebote Bildung vermittelt wird. Dar├╝ber hinaus steht es der Freiwilligen offen, selbst Projekte oder AGs ins Leben zu rufen und selbstst├Ąndig durchzuf├╝hren. Die Schule und das Ordenshaus (Unterkunft) liegen wenige Autominuten voneinander entfernt. Zudem gibt es vor Ort eine Art Bordinghouse, in dem einige der Sch├╝ler*innen leben. Ggf. ist auch eine zus├Ątzliche Mitarbeit hier m├Âglich. Mpulungu selbst ist eine Kleinstadt, die au├čerdem ├╝ber zahlreiche andere Einrichtungen verf├╝gt. Der Weg nach Kasama umfasst ungef├Ąhr eine Ganztagestour. Da die Stelle bereits seit einigen Jahren existiert, sind die Dorfbewohner/Stadtbewohner daran gewohnt, Wei├če zu erblicken. In der Vergangenheit waren au├čerdem Freiwillige aus den USA oder Asien in umliegenden Einrichtungen eingebunden.

Genaues zu den Einsatzstellen bitte direkt bei der KLJB erfragen!

Ansprechpartner / Kontakt

KLJB im Erzbistum Paderborn e.V.
Leostra├če 21
33098 Paderborn
Telefon: 05251/206 5265

E-Mail: buero ├Ąt kljb-paderborn.de
Internet: www.kljb-paderborn.de