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Projekt Institut St. Boniface in Ruanda

Die Einsatzstellen in Ruanda können derzeit leider nicht besetzt werden!

Save liegt im SĂŒden Ruandas, 12 km von der UniversitĂ€tsstadt Butare entfernt. Mit knapp 3000 Einwohnern ist es trotzdem immer noch sehr lĂ€ndlich. Das Institut St. Boniface befindet sich etwas abgelegen im Wald.  In Save ist das Hauptprojekt zur Zeit die Betreuung von rund 45 Kinderfamilien, die von der Koordinatorin Irena regelmĂ€ĂŸig auf den HĂŒgeln besucht werden, die aber auch Lese- und Schreibunterricht, Hilfestellungen bei Ackerbau und Viehzucht und psychologische Betreeung im "Zentrum" des Instituts bekommen. In den Ferien sind zudem noch ein Teil der Waisen aus dem ehemaligen Kinderdorf in Save und bekommen ebenso wie die noch zur Schule gehenden Kinder der Kinderfamilien Nachhilfe, vor allem in den FĂ€chern Englisch und Französisch hapert es bei den meisten.

Die Aids-Kooperative des Gesundheitszentrums in Save trifft sich einmal die Woche, auch dort besteht der Bedarf an ein paar EnglischĂŒbungsstunden.

In Gikonko, der benachbarte HĂŒgel Saves, der schon an Burundi grenzt, befindet sich die Gesundheitsstation des Instiuts unter der Leitung von Dr. Uta Elisabeth DĂŒll, an die auch ein ErnĂ€hrungszentrum angeschlossen ist. Hier sind besonders viele kranke und unternĂ€hrte Kinder stationiert, die sich ĂŒber Mal- und Bastelstunden unheimlich freuen. Im ErnĂ€hrungszentrum werden die Kinder vom Neugeborenenalter bis zum dritten Lebensjahr einmal im Monat gemessen und gewogen, um einer UnterernĂ€hrung schon frĂŒhzeitig begegnen zu können. Am Nachmittag gilt es diese Kinder in Karteikarten zu erfassen und ihre Entwicklung festzuhalten. Auch die Standardimpfungen werden hier gegeben.

 

Die Einsatzstellen in Ruanda können derzeit leider nicht besetzt werden!

Bericht einer Freiwilligen - Unser Freiwilligen-Jahr in Ruanda

Am 14. Oktober letzten Jahres hob unser Flieger in Richtung Afrika, genauer in Richtung Ruanda, ein winziges Land in Ostafrika, vom deutschen Boden ab.

Ruanda ist das kleinste Land Afrikas mit der gleichzeitig höchsten Bevölkerungsdichte; HIV-Verseuchung, viele Witwen und Waisen, Arbeitslosigkeit und große Armut erinnern an den Völkermord im Jahre 1994, ein Ereignis, das dieses Land auch international bekannt macht.

Unser Ziel war eine Missionsstation der Frauengemeinschaft St. Bonifatius im ĂŒberaus lĂ€ndlich gelegenen Save, 12 km von der sĂŒdlichen UniversitĂ€tsstadt Butare entfernt, wo wir die nĂ€chsten zehn Monate verbringen sollten.

Den Alltag der Frauen bzw. Gemeinschaftsmitglieder kannten wir schon aus unserem dreimonatigen „Paris-Einsatz“, im welchem wir zur (Sprach-)Vorbereitung in einem Wohnheim fĂŒr junge MĂ€dchen mit einer anderen Untergruppe von St. Bonifatius zusammen leben, beten, arbeiten und fleißig französisch lernen konnten.

Das Leben und die Arbeit in Ruanda war dann fĂŒr uns natĂŒrlich trotzdem völlig neu. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase begannen wir neben dem Gemeinschaftsalltag (morgendliche Messe, Gebete, Hausarbeit und gemeinsame Mahlzeiten) in den verschiedenen Projekten von St. Bonifatius so gut wie möglich mitzuwirken.

GrundsĂ€tzlich unterstĂŒtzen die Frauen von St. Boniface in Ruanda vor allem HIV-positive Menschen, Waisenkinderfamilien, Menschen, die dringend Hilfe brauchen, psychologisch durch Hausbesuche, GesprĂ€che, gemeinsame AktivitĂ€ten sowie materiell mit Lebensmitteln, HaushaltsgegenstĂ€nden, Saatgut, Vieh, etc. So begleiteten und gestalteten wir zu Anfang eine Ferienbetreuung (Unterricht und FreizeitaktivitĂ€ten) der kleineren Kinder der Kinderfamilienhaushalte (leben in ursprĂŒnglichen FamilienverbĂ€nden, aber ohne Elteren). Diese Familien besuchten wir auch regelmĂ€ĂŸig zusammen mit Agronom Richard und der Sozialarbeiteren Irena, suchten mit ihnen zusammen nach Lösungen, Verbesserungen der LebensqualitĂ€t.

Einmal wöchentlich kommt jeder Chef einer Kinderfamilie zu uns ins Zentrum, um an verschiedenen Kursen wie NÀhen, Landwirtschaft oder Alphabetisierung teilzunehmen.

Das Kinderdorf, ursprĂŒnglich unser „Haupteinsatzort“ wurde leider im Januar geschlossen, d.h. wir konnten mit „unseren“ Kindern jetzt nur noch in den Ferien „ruandisch“ kochen, malen, basteln, singen und tanzen, was dann aber umso schöner war.

Durch EigenkreativitĂ€t, Durchhaltevermögen und vor allem Geduld  fanden sich aber noch andere Aufgaben wie z.B. Englischunterricht in der HIV/AIDS-Kooperative sowie AGs und Unterricht in der technischen Sekundarschule im Herzen Saves.

Speziell war noch, dass wir auf Wunsch die Möglichkeit hatten fĂŒr zwei Monate im medizinischen Bereich im UniversitĂ€tskrankenhaus Butares sowie in der Gesundheitsstation einer anderen kleinen Gemeinschaft St. Bonifatius in Gikonko (15 km von Save, im „Hinterland“) mitzuarbeiten.

Insgesamt war dieses Jahr geprĂ€gt von unglaublich vielseitigen Einblicken und Erfahrungen, schockierende, traurige, schreckliche sowie unglaublich schöne und bereichernde Momente erlebten wir fast tĂ€glich. Den Platz als weiße, junge MĂ€dchen nicht nur in der ruandischen Gesellschaft, sondern auch innerhalb einer katholischen, internationalen Frauengemeinschaft zu finden, war meiner Meinung die anspruchsvollste Aufgabe, deren BewĂ€ltigung uns aber letztendlich auch sehr erfĂŒllt hat.

Auch jetzt denke ich fast jeden Tag an Ruanda, an „unsere“ Kinder, die Frauen der Gemeinschaft, die NĂ€hfrauen im Zentrum, die HIV-positiven Menschen der Kooperative, unsere SchĂŒler, an das Essen, die Messen, das Singen und Tanzen, an die HĂŒgel, etc. zurĂŒck und bin der Überzeugung, dass dieses Auslandsjahr eines der wichtigsten meines Lebens ist und immer sein wird.

Ansprechpartnerin / Kontakt

Die Einsatzstellen in Ruanda können derzeit leider nicht besetzt werden!

 

Institut St. Bonifatius e.V.
Fau Elke Köster
Auf dem Kupferberg 1
32758 Detmold
Telefon: +49 (52 31) 6 12-1
Telefax: +49 (52 31) 68 07 44
E-Mail: Institut_St._Bonifatius Àt t-online.de
www.institut-st-bonifatius.de